Rhabarber im April
Erst vier Wochen ist der Frühlingsbeginn her, doch die Sonne zeigt sich seither so konstant als wäre es schon Sommer. Im Garten explodiert die Pracht an Blüten, ein Farbenmeer breitet sich aus. Auch der Gemüsegarten ist mittlerweile gut bestückt. Auf nun schon 10 Feldern reihen sich Zucchini neben rote Beete, Radieschen, Tomaten, Bohnen, Spinat, Fenchel, Schalotten, Erdbeeren, Kohlrabi, Sellerie und Pflücksalat. Gewürze sprießen in die Höhe. Die Zitronenmelisse ganz weit vorn. Auch wenn erst im Juni erstes Gemüse geerntet werden kann, bereitet der Rhabarber dem Gärtner schon im April eine Freude. Dank Wärmeschutz (hier eignet sich Flies oder ein umgedrehter Eimer) und der andauernden Sonne ist er so geschossen, dass man nun schon erste Stangen ernten kann.
Da ich persönlich nicht der größte Fan von Rhabarber-Kuchen bin (und ganz sicher, dass ich damit nicht alleine bin), möchte die erste Ernte anders verarbeiten. Und zwar zu Rhabarber-Konfitüre. Das Rezept habe aus dem tollen Buch „Marmeladen, Chutneys & mehr“ meines Lieblingsverlages Dorling Kindersley. Neben den üblichen verdächten Rezepten findet man hier auch ganz feine Varianten verschiedenster Einkochmöglichkeiten von Minzgelee über Rote-Beete-Relish mit Orangen bis Sue´s Erdbeerkonfitüre. Das beschriebene Rezept wandele ich etwas ab und ergänze es mit Erdbeer-Minze und Ingwer. Doch im großen und ganzen bereite ich es wie folgt zu:
Jetzt nur noch umdrehen, aufmachen, draufschmieren, genießen. Bon appetit!














[...] Als Landei bin (glücklicherweise) noch mit Gemüse im Garten und Eingemachtem im Keller groß geworden. Letzteres nicht immer zur besonderen Freude im Kindesalter… Ich hab schnell verstanden, dass alles aus der Erde seinen eigenes Tempo hat und dass selbstangebaute Tomaten so viel besser schmecken als die aus Holland. Auch wenn meine Schwester und ich die mühselige Ernte unserer Mutter, in Form von zum Beispiel Rhabarberkuchen, damals nicht immer angemessen wertschätzen konnten, können wir es heute. Diese Verbindung zur Natur aus Kindheitstagen trägt man in sich, fest verwurzelt. Mit Gummistiefeln an den Füßen und Sonnenhut auf dem Kopf, schmerzlich gebückt im Gemüsebeet grabend, gleiche ich mehr und mehr meiner Mutter im Alter von 30. Zwar muss ich darüber lachen, aber macht es mich auch glücklich diesen familiären Kreis zu schließen und den alten Spuren zu folgen. Und ganz nebenbei: Rhabarber kann soooo lecker sein! [...]
[...] Arbeit. So entstanden mit der Zeit mehr als nur ein Kissen und viele Gläser selbstgemachte süß-klebrige Rhabarbermarmelade, die über das Jahr verteilt immer wieder freudige Abnehmer fanden. Als ich mir diese DIY Sammlung [...]